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Für eine konsequente Aufarbeitung: Nie wieder Schild und Schwert PDF Drucken E-Mail

Beschluss der 6. Landesmitgliederversammlung (29.11.2009)

Es mag viele Gründe dafür gegeben haben, sich dem Ministerium für Staatssicherheit als inoffizielle_r Mitarbeiter_in zur Verfügung zu stellen – ob sie auch als Entschuldigung taugen, können allerdings nur jene beurteilen, die von Kolleg_innen, Freund_innen oder Familienangehörigen bespitzelt und verraten wurden.

Zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR und ihres Überwachungsfeldzugs gegen die eigene Bevölkerung ist es nicht hinnehmbar, dass die Verstrickungen von Politiker_innen der LINKEN durch die bürgerliche Presse aufgedeckt werden müssen, obwohl die schonungslose Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte einen zentralen Bestandteil des linken Selbstverständnisses und Prüfstein der Glaubwürdigkeit beim Bruch mit dem Stalinismus darstellt.

Wer die Kraft nicht aufbringen kann, sich mit der persönlichen Vergangenheit ehrlich auseinander zu setzen, wer Genoss_innen und Wähler_innen bewusst relevante Aspekte der eigenen Verstrickung vorenthält und sich am Ende in Ausflüchte, wie beispielsweise mangelndes Erinnerungsvermögen, zu retten versucht, ist als Repräsentant_in einer sozialistischen Partei nicht tragbar.

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