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| Nazidemo stoppen: Dresden ist Überall. |
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Workshops zur Mobilisierung nach Dresden bald auch bei Dir! Am 13. Februar treffen sich wieder Nazis aus ganz Deutschland und Europa in Dresden, um dort ihr widerliches Geschichtsbild auf die Straße zu tragen! Das wollen wir verhindern – gemeinsam mit etlichen anderen Gruppen unterstützt auch die linksjugend ['solid] den Blockade-Aufruf des Bündnisses „No Pasaran!“. Auch aus Brandenburg wollen wir mit verschiedenen Bussen nach Dresden fahren, um die Nazi-Demo zu stoppen. Für die Mobilisierung im Januar und Anfang Februar (aber auch gerne darüber hinaus) haben wir eine Reihe von Veranstaltungen im Angebot, für die ihr ReferentInnen bei uns anfragen könnt. Vielleicht habt ihr ja selbst Ideen, wenn nicht, bekommt ihr hiermit ein paar Anregungen:
Seit dem 11. September haben Vorurteile gegen MuslimInnen Konjunktur. Spiegel, Stern, Springer und Co verbreiten das Bild einer rückschrittlichen, unaufgeklärten Kultur. In der Debatte um die jüngsten Äußerungen von Sarrazin zeigen sich rassistische Positionen als gesellschaftsfähig. Wie gefährlich sind diese Vorurteile, woher kommen sie und was können wir dagegen tun?
Wer mit Opa oder Oma mal über ihre Vergangenheit gesprochen hat, weiß, dass das oft nicht so einfach ist. „Du warst nicht dabei“, „Davon haben wir nichts gewusst“, „Es war auch nichts alles schlecht“, sind nur einige der gängigsten Schoten, mit denen unbequem Nachfragende genervt werden. Vom rüden Abblocken, aber auch der Angst, Dinge über die Vergangenheit vom lieben Opi oder der lieben Omi zu erfahren, die mensch nie hätte wissen mögen, abgeschreckt, fragen die Meisten erst gar nicht. Was wird also an deutschen Küchentischen über die Vergangenheit erzählt? War Opa Nazi oder Widerstandskämpfer? Und wie können wir zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen, was die wirklich erzählen?
Schon der Nationalsozialismus zog seine ideologischen Wurzeln aus dem völkischen Nationalismus. Auch die Neue Rechte und die "nationalen Sozialisten" bedienen sich diesem. Selbst die Medien und eine Vielzahl an Info-Broschüren benutzt diese Worte um die rechtsextreme Ideologie zu erklären, doch was steckt wirklich dahinter? Der Workshop möchte die Wurzeln des Antisemitismus und den Hass der Nazis gegen weitere Lebens- und Glaubenseinstellungen, wie den Homosexuellen, aufzeigen und schlägt dabei eine Brücke in die Neuzeit und zeigt an aktueller Nazi-Propaganda, wie sich die Worte, aber nicht die Ziele der Nazis verändert haben.
Wenn Februar für Februar tausende Nazis und (davon getrennt) BürgerInnen den Toten der Bombardierung gedenken, geht es ihnen um die Rettung der deutschen Nation: Auch „wir“ waren Opfer. Dabei sind Nationalismus und Antisemitismus eng miteinander verknüpft – wer „wir“ sagt, braucht schließlich auch ein „sie“, ein Fremdbild, von dem mensch sich abgrenzt. Welche Rolle Nationalismus für AntisemitInnen spielt wollen wir anhand von verschiedenen Texten von Antisemiten nachprüfen. Die Umkehr von (jüdischen) Opfern zu Tätern bei der gleichzeitigen Betonung „deutscher“ Opferschaft – die ihren jährlichen Höhepunkt im Gedenken in Dresden findet – soll hier nur ein Beispiel sein, wie das Selbstbild der Nation auf Kosten von Jüdinnen und Juden hergestellt wird. Wenn ihr gerne eine dieser Veranstaltungen bei euch durchführen wollt oder für ein anderes Thema eineN ReferentIn sucht, dann meldet euch beim Jugendbildungskoordinator. |




