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Bildung hat viele Gesichter: Grundsätze und Ziele politischer Bildungsarbeit PDF Drucken

Die Linksjugend ['solid] Brandenburg als Akteur der außerschulischen Bildung im Land.

Politische Bildung spielt im Selbstverständnis unseres Jugendverbandes eine herausragende Rolle. In einem Land wie Brandenburg mit einer Struktur wie der unseren gehen wir mit verschiedenen Ansätzen an Bildungsarbeit heran.

Grundsätzliches

Bildungsarbeit in unserem Sinne kann nichts mit der aus der Schule oft bekannten und noch öfter abgelehnten Frontalbespaßung durch Lehrerinnen und Lehrer, die die Wahrheit gepachtet haben, zu tun haben. Bildungsarbeit in unserem Sinne ist ein Prozess des gegenseitigen Lernens, der zwar Werte und Inhalte vermitteln will, diese aber selbst in Frage stellt und so eine offene Diskussion zwischen gleichberechtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässt. Dass die Diskussion auch ihre Grenzen hat, wenn sie verletztend ist, wenn sie in sexistische, antisemitische oder andere rassistische Stereotype abgleitet, versteht sich von selbst, auch, dass selbst mit sich auf diese Art und Weise Äußernden der Dialog gesucht wird.

Bildung selber machen – Für EinsteigerInnen

Die Mehrzahl der in unserem Landesverband Aktiven sind Schülerinnen,Schüler und Auszubildene, die oft genug durch die Linksjugend ['solid] eine erste Politisierung erfahren. Hier ist es für uns wichtig, die Potenziale, die der Jugendverband hat, zu nutzen, Wissen EinsteigerInnen-Freundlich zu streuen – sei es in Diskussionen über Sexismus, in Infoabenden über die Stärke der NPD in Brandenburg oder die Folge weiterer Tagebaue für die Lausitz, aber auch in Workshops, die erarbeiten, wie Pressearbeit aussehen kann und wie mensch ein Konzert organisiert.

Vorwärts immer – Durch Erfahrung von außen

Um sich weiterentwickeln zu können, braucht der Jugendverband Inputs von Außen – von Menschen, die sich mit einem Themenfeld so intensiv auseinandergesetzt haben, dass sie uns weiterbringen können. Daher sucht der Jugendverband verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern und MultiplikatorInnen, aber auch mit alten HäsInnen aus der Praxis, mit Menschen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrung junge Leute weiterbringen können.

Historisch-Politische Bildung: Lieber wütend als traurig.

Das Erinnern und Gedenken an die Opfer der Verbrechen der Nazis, an die Geschichte linker, emanzipatorischer Bewegungen weltweit ist ein wichtiger Schwerpunkt für die politische Bildungsarbeit in und bei unserem Verband. Nur wer die Geschichte kennt, wer versucht, aus den Erfahrungen anderer Generationen zu lernen, kann momentane politische Ereignisse richtig einordnen, kann auch sein eigenes, konkretes Handeln richtig reflektieren und auch im Alltag empathisch reagieren.